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Ein Tag im SLUB- Zoo

Heute war in der SLUB wieder Besuchstag. Das freut uns SLUBianer immer sehr, weil dann nämlich viele fremde nicht SLUBianer in unsere SLUB kommen und gucken, was man alles in so einer Staats- und Universitätsbibliothek tolles machen kann.

Ein lieber Onkel aus dem Adelsgeschlecht der SLUB kommt dann ins Foyer und begleitet die Reisegruppen, welche Scharenweise mit Bussen angekarrt werden, hinein in unser Reich. Dabei passieren sie alle die Toiletten, werfen einen kühnen Blick auf die Schließfächer und gehen dann schnurstracks durchs Drehkreuz hinein in den SLUB- Zoo.

Dort begegnen Ihnen dann freilaufende Bücher der Freihandaufstellung, musische Musik und viele andere tolle unbelebte Sachen. Besonders neugierig sind die Zoo- Besucher aber auf uns SLUBianer. Einige von uns können sie ja schon an den PC- Arbeitsplätzen, den Schreibtischen oder den Lesepulten bestaunen, aber das eigentliche Highlight ist immer noch das "Freitiergehege" in dem wir alle sitzen und studieren. Mit weit aufgerissenen Augen und Mündern betreten die Zoo- Besucher den Lesesaal und staunen nicht schlecht, welche Artenvielfalt sich auf so engem Raum so friedlich versammelt hat um einer gemeinsamen aber doch einsamen Beschäftigung nachzugehen, dem Lesen und Studieren.

Wenn eine solche Reisegruppe nun unser "Wohnzimmer" betritt erheben wir alle die Köpfe und gucken wie angestochene Schweine, tief schnaubend in Richtung der Störenfriede. Diese zücken sogleich vor Begeisterung ihre Digitalen Kameras und machen ein paar Schnappschüsse von uns. Diese zeigen sie dann sicher mit stolz geschwellter Brust den Freunden und Verwandten in der Heimat und berichten von den gefährlichen Umständen unter denen ihnen diese Aufnahmen gelungen sind. Vielleicht nutzt der ein oder andere Besucher diese Bilder aber auch um endgültig beweisen zu können, dass Studenten auch arbeiten, nur eben anders.

Mich stören diese Zoo- Besucher ja immer sehr, denn ich bin keine eingesperrtes Raubtier oder eine seltene Gattung der Spezies Mensch, aber wenn unsere SLUB- Regierung damit ein paar Kröten mehr einnimmt, soll’s mir recht sein, auch wenn man den Besuchern mal klar machen sollte, dass wir nicht in die SLUB gehen um dort Spaß zu haben, so wie sie, sondern um konzentriert und effektiv arbeiten zu können.

Am Ende ihrer Entdeckungsreise durch die Sächsische Staats- und Universitätsbibliothek werden die Besucher dann noch in die BIBLounge geführt, um dort den "Besucherpreis- Umsatz" zu erhöhen und uns Kaffeedurstigen auch noch den letzten freien Platz vor der Nase wegzuschnappen. Vielen Dank!

Um noch ein anderes Thema aufzugreifen. Gibt es eigentlich eine Art SLUB Souvenir Shop? Also so mit SLUB- Ansichtskarten, SLUB- T-Shirts, SLUB-Regenschirmen, SLUB- Tassen, SLUB- Kugelschreibern, SLUB- Puzzeln, SLUB- Postern und anderem unnützen Firlefanz? Vielleicht tut sich hier grad eine Marktlücke auf, vielleicht ist der Markt auch gesättigt, denn wer eine Frauenkirche in Gips gegossen haben kann, möchte sicher kein SLUB- Schlüsselband.

17.1.07 22:48
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


schlosser (18.1.07 10:03)
als ich in neuseeland war, wurde mir zu meiner tiefen freude und inneren berührtheit eine slub ansichtskarte geschickt! gleich im foyer sind selbige mit diversen motiven (meine zeigte den holzgetäfelten lesesaal) beim pförtner käuflich zu erwerben! angesichts der tatsache, dass in obiger greilingscher kollumne werbung für slub-souvenire gemacht wurde, würde sich allerdings empfehlen, per ipsum schläunigst karten gleich im zehnerpack zu horten und im anschluss noch reichlich material für die ganze familie zu bestellen um sich so seinen persönlichen besitz zu sichern!!!

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