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Das merkwürdige Verhalten paarungswilliger SLUBianer im Lesesaal

Bei manchen Leuten fragt man sich, ob sie den Titel des SLUBianers überhaupt mit Ehre tragen, denn irgendwie scheint sich mir nicht zu erschließen, was sie dazu bewegt sich aus dem Bett heraus in den "Tempel der Weisheit" zu bewegen.

Anscheinend ist der einzige Grund, der sie morgens die Bücher und das Kaffeegeld zusammensuchen lässt der, die aktuelle Beziehung zu treffen und hier allen anderen SLUBianern zu zeigen, wer gerade Platz 1 der SMS- und Telefon- Hitliste anführt.

So sieht man sie also überall immer nur in pärchen-äction auftretend. Dicht an dicht gedrängt sitzen sie, knutschend, händchenhaltend und sich schmachtende Blicke zuwerfend in allen nur denkbaren und auffindbaren Ecken der SLUB. Sie scheinen vollends vergessen zu haben, das der einzige Daseinszweck der SLUB nicht der ist, ein Meet-and-Greet- Centrum zu sein, sondern der Tempel der Weisheit.

Aber dieses Soft-Petting- Verhalten ist ja noch erträglich, wenn man die weiterführenden Stufen beziehungsweise Ebenen bedenkt, die in der sexuellen Extase noch zu beobachten sind. Da gehts vom wilden Knutschen auf den SLUB- Sofas, übers unterm Pulli, Rock und Beine- Streicheln im Lesesaal.

All dies kann der gemeine SLUBianer tagtäglich sehen und, mehr oder weniger, genießen.

Die höchste Stufe, die sich erreichen ließe, und von der ich insgeheim hoffe, dass sie eine zu rein journalistischen Zwecken erdachte Fiktion meiner selbst, bleibt . Der SLUB- Quicky auf den Toiletten.

Allein die Vorstellung eines der SLUB- Pärchen würde sich ihren animalischen Trieben hingeben und sich in ihrer Geilheit still und heimlich, sofern sie noch darauf achten können, dass sie unbeobachtet sind, auf eine der Toiletten auf Ebene -1 begeben um dort den sexuellen Druck abzulassen, erzeugt in mir einen leicht bis mittelschweren Ekel.

Vor allem ist dieser Ekel nicht damit zu begründen, dass ich sexuelle Handlungen ablehne, nein. Der Grund ist ganz klar der, dass die Toiletten auf Ebene -1 ( also die an der großen Treppe, auf Höhe der Musik- und Film- Ausleihe) zu den von mir persönlich preferierten Toiletten handelt. Zum einen, weil sich diese durch eine von mir bevorzugte "Klo- Ruhe" auszeichnen und diese kann für Menschen, die in Gesellschaft nur schlecht loslassen können, das Optimum zum Zulassen des Miktionsreflexes darstellen und zum anderen deshalb, weil sich so ein Verhalten nun wirklich nciht sein muss.

Wenn meine Fiktion sich dann doch mal bewahrheiten sollte, wenn sie es nicht schon längst getan hatt ("keine Bilder, keine Bilder", fordere ich ganz offiziell eine Art Kontrollinstanz vor beziehungsweise in den Toilettenräumen (ganz klar nicht in den Zellen). Also her mit den Klofrauen, dem Reinigungspersonal mit Special- Super- Agenten- Auftrag: Aufrechterhaltung der allgemeinen Ordnung und Kloruhe und vor allem Schutz des SLUB- Volkes! Auch wenn sich dann quasi ein steter Zuhörer in den Kloräumlichkeiten aufhielte, man könnte ja Oropas oder dergleichen austeilen, denn die Klofrau muss ja nur sehen und grimmig gucken, wenn sich eines der triebgesteuerten Pärchen nähert.

Einen gesellschafts- postiven effekt hätte die ganze Sache auch noch, und dass liegt mir persönlich ja bekanntermaßen auch immer sehr am Herzen. Die SLUB würde Arbeitsplätze schaffen. Es könnte in 3 Schichten gearbeitet werden, also bei 16 geöffneten SLUB- Stunden macht das circa 5,5 h mit Vor- Nachputzen und Schimpfen. Jetzt auf die Anzahl der Toiletten in der ganzen SLUB hochgerechnet komme ich auf ungefähr 20 Stellen.

Wäre ganz schön teuer, ab dass sollte der SLUB- Regierung die Klohruhe doch mindestens Wert sein!

19.1.07 17:34


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KYRILL

Manche Tage in der SLUB sind schon sehr seltsam. Heute war wieder einer dieser seltsamen Tage. Einerseits weil mir sich mir eine Erkenntnis offenbarte über die ich mir schon seit Anbeginn meiner SLUB- Karriere Gedanken machte, und andererseits, weil die SLUB doch ein Eigenleben hat und die Schwingungen und tiefsten Gefühle ihrer Insassen erkennt und sich nach ihnen richtet.

Die Erkenntnis des heutigen Tages bezieht sich auf die etwas eigensinnige und vielerorts unverstandene Architektur unserer SLUB. Der oberirdische Teil beherbergt ja lediglich die Schließfächer, Foyer, BiBLounge und den Pförtner. Das eigentliche Leben spielt sich ja nicht zu ebener Erde ab, sondern beginnt mit dem Abstieg in die SLUB- Unterwelt. Auf zwei unterirdischen Geschossen geht Tag für Tag das Wissen, die Weisheit, die Macht umher. Hier trifft Bücherwurm auf Verzweiflungslerner, Elitestudent lernt und arbeitet neben Partyanimal. Aber wozu dieser ganze architektonische Aufwand, wieso müssen wir unter die Erde, wieso können wir nicht oberirdisch Lernen? Über diese Frage habe ich mir schon so viele Gedanken gemacht und heute, quasi von Kyrill in mein Hirn gepustet, wurde mir der Grund für all die Mühen klar. Es geht dabei um unsere Sicherheit! Ganz einfach. Wo sind wir Studenten sicherer als unterirdisch? Was soll uns 20 Meter unter der Erde passieren können, wenn Atombomben, umherfliegende Autos oder tieffliegende Flugzeuge die intellektuelle Elite, Deutschlands Zukunft, zerstören wollen.

Dort sind wir nun nicht nur vor den oben genannten Gefahren sicher, nein auch diverse Umweltkatastrophen lassen uns da unten eiskalt.

So heut der Sturm "Kyrill", welcher mit einiger Macht durch Deutschland fegte und Blattwerk, Kaugummis und Straßenbahnen vom rechten Weg abbrachte. Ich fühlte mich in meinem SLUB Keller richtig geborgen, denn man ist dort ja von allem total angeschnitten und bekommt von allen äußeren Veränderungen, wie den Tageslichtwechsel, Lady Dies Tod oder fiesen, gemeinen Terroranschlägen fieser, gemeiner Terroristen rein gar nichts mit. Und das ist auch gut so, denn man geht ja schließlich in die SLUB um von der Umwelt abgeschottet zu arbeiten.

Leider lag ich mit meinen Ideen und Gedanken was die studentische Sicherheit angeht nicht ganz richtig, dass kann zum einen an meinen etwas wirren Gedankengängen oder aber auch schlicht und ergreifend an den Planern dieses Wissenstempels liegen. Denen ist es nämlich total egal, ob wir sterben oder nicht. Eiskalt wurden wir heut auf die Straße gesetzt. Und das bei Orkanboehen von 2590 Km/h

Aber mit dieser Aktion komme ich dann quasi zu meiner Theorie von der Eigenständigkeit der SLUB beziehungsweise Ihrer Fähigkeit die Gedanken und Gefühle von uns, also ich glaub bisher nur die meinigen, aufzunehmen und zu verarbeiten. Denn genau in dem Moment der Durchsage ging ein tief gehegter Wunsch des heutigen Tages in Erfüllung. Ich durfte nach Hause, ohne schlechtes Gewissen und ohne mir später Vorwürfe von meinen lieben Kommilitonen und Mitbewohnern anhören zu müssen. Woher wusste nun die SLUB von meinem Motivationstief, von meiner Lustlosigkeit von meinen geheimsten Gedanken? Hat sie sie schon am Eingang gescannt oder doch erst mit der Toilettenlüftung in sich aufgesogen. Anscheinend sind die Lüftungsschächte die Afferenzen der SLUB, die direkt zum Hirn, zum Herz, zum Geist der SLUB führen.

Diesem Gedanken nachzujagen erspar ich mir für heute und wünsche euch einen guten Abend, ohne umstürzende Bäume, umherfliegende Blumenerde oder hochwassergleichen Sturmfluten.

18.1.07 18:33


Ein Tag im SLUB- Zoo

Heute war in der SLUB wieder Besuchstag. Das freut uns SLUBianer immer sehr, weil dann nämlich viele fremde nicht SLUBianer in unsere SLUB kommen und gucken, was man alles in so einer Staats- und Universitätsbibliothek tolles machen kann.

Ein lieber Onkel aus dem Adelsgeschlecht der SLUB kommt dann ins Foyer und begleitet die Reisegruppen, welche Scharenweise mit Bussen angekarrt werden, hinein in unser Reich. Dabei passieren sie alle die Toiletten, werfen einen kühnen Blick auf die Schließfächer und gehen dann schnurstracks durchs Drehkreuz hinein in den SLUB- Zoo.

Dort begegnen Ihnen dann freilaufende Bücher der Freihandaufstellung, musische Musik und viele andere tolle unbelebte Sachen. Besonders neugierig sind die Zoo- Besucher aber auf uns SLUBianer. Einige von uns können sie ja schon an den PC- Arbeitsplätzen, den Schreibtischen oder den Lesepulten bestaunen, aber das eigentliche Highlight ist immer noch das "Freitiergehege" in dem wir alle sitzen und studieren. Mit weit aufgerissenen Augen und Mündern betreten die Zoo- Besucher den Lesesaal und staunen nicht schlecht, welche Artenvielfalt sich auf so engem Raum so friedlich versammelt hat um einer gemeinsamen aber doch einsamen Beschäftigung nachzugehen, dem Lesen und Studieren.

Wenn eine solche Reisegruppe nun unser "Wohnzimmer" betritt erheben wir alle die Köpfe und gucken wie angestochene Schweine, tief schnaubend in Richtung der Störenfriede. Diese zücken sogleich vor Begeisterung ihre Digitalen Kameras und machen ein paar Schnappschüsse von uns. Diese zeigen sie dann sicher mit stolz geschwellter Brust den Freunden und Verwandten in der Heimat und berichten von den gefährlichen Umständen unter denen ihnen diese Aufnahmen gelungen sind. Vielleicht nutzt der ein oder andere Besucher diese Bilder aber auch um endgültig beweisen zu können, dass Studenten auch arbeiten, nur eben anders.

Mich stören diese Zoo- Besucher ja immer sehr, denn ich bin keine eingesperrtes Raubtier oder eine seltene Gattung der Spezies Mensch, aber wenn unsere SLUB- Regierung damit ein paar Kröten mehr einnimmt, soll’s mir recht sein, auch wenn man den Besuchern mal klar machen sollte, dass wir nicht in die SLUB gehen um dort Spaß zu haben, so wie sie, sondern um konzentriert und effektiv arbeiten zu können.

Am Ende ihrer Entdeckungsreise durch die Sächsische Staats- und Universitätsbibliothek werden die Besucher dann noch in die BIBLounge geführt, um dort den "Besucherpreis- Umsatz" zu erhöhen und uns Kaffeedurstigen auch noch den letzten freien Platz vor der Nase wegzuschnappen. Vielen Dank!

Um noch ein anderes Thema aufzugreifen. Gibt es eigentlich eine Art SLUB Souvenir Shop? Also so mit SLUB- Ansichtskarten, SLUB- T-Shirts, SLUB-Regenschirmen, SLUB- Tassen, SLUB- Kugelschreibern, SLUB- Puzzeln, SLUB- Postern und anderem unnützen Firlefanz? Vielleicht tut sich hier grad eine Marktlücke auf, vielleicht ist der Markt auch gesättigt, denn wer eine Frauenkirche in Gips gegossen haben kann, möchte sicher kein SLUB- Schlüsselband.

17.1.07 22:48


Die Perfektion des SLUB- Schlafes

Ich sitze seit Stunden im Lesesaal, die Mittagszeit naht, und das haben mir nicht nur meine Augen beim halbstündlichen Kontrollblick auf die Lesesaal- Uhr bzw der stete Vergleich mit meinem Mobiltelefon verraten, Nein. Auch mein Magen meldet sich pünktlich zum Sonnenzenit mit mürrischem Knurren an. Und weil so ein Magen ja bekanntermaßen eine empfindliche Spezies und ich noch dazu ein sehr harmoniebedürftiger Wirth, folge ich seinem Ruf und schlendere gemütlich in Richtung Mensa- dem Nirvana meines Magens!

Dort angekommen ess ich dann lecker Mensaessen, das die Mensamuttis liebevoll auf einen eigens für mich zurück gestellten Teller klatschen, für 1,81€, und gehe satt in meine Tagesbehausung, die SLUB, zurück.

Was dann folgt ist eine Reaktion meines Körpers, die euch sicher nicht allzu fremd sein wird. Kaum habe ich den Lesesaal betreten und die aktuelle Seite meiner anspruchsvollen Fachliteratur aufgeschlagen schlägt es mich hinterrücks nieder und ich werde von einer Sekunde auf die Nächste hundemüde. Der physiologische Vorgang, der dieser Reaktion zu Grunde liegt, ist mir als Mediziner natürlich bekannt. Aber auch dieses Bewusstsein rettet mich nicht vor der unbändigen Macht des post- mensalen Mittagstiefs.

Was also tun? Aufspringen, 20 Kniebeugen machen und einen Kaffee trinken gehen? Nein! Also ich für meinen Teil tue das zumindest nicht. Ich erliege der Macht und widme mich meinem Mittagsschlaf. Und genau diesen Mittagsschlaf habe ich im Laufe meiner SLUB- Karriere perfektioniert, denn nichts ist schlimmer, als wenn die anderen SLUB- Insassen mich beobachten und sich gar angesteckt fühlen. Nein, das möchte ich nicht.

Ich habe 3 mögliche Formen des SLUB- Schlafes gefunden und eine 4., die aber bisher nur ich in der Lage bin, anzuwenden. Die 3 Hauptformen werden euch sicherlich geläufig sein, denn ich bin ja definitiv nicht die einzige, die in den Heiligen Hallen ein Nickerchen macht.

Also, 1. die Hinterhaupts- Tetanie

Dabei handelt es sich um die rhytmischen Zuckungen der Halsmuskulatur, die sich wiederrum auf den Kopf übertragen und meist zu beobachten ist, wenn man in aufrechter Sitzposition versucht ist, einzuschlafen. Dieses schreckhafte Zucken des Kopfes ist immer wieder ein deutliches Indiz für den wachen Studenten, dass der Nebenmann (-frau) gerade am wegpennen ist. Für meine Bedürfnisse daher sehr unpassend, da ich ja in Ruhe und nicht unter ständiger Beobachtung schlafen möchte.

2. Der Bücherstapelschlaf (= Das Bücher-Kissen)

Auch diese Form des Schlafes zeichnet sich besonders durch seinen hohen Erkennungswert als schlafender Student aus. Denn, wer kann bitte konzentriert eine Seite des Buches Studieren, das zum einen zugeschlagen und zum anderen in unmittelbarer Nähe, also mit Körperkontakt verbunden, lateral der buccalen bzw temporalen Gesichtszüge. befindet? Es ist wohl eindeutig, dass sich der erschöpfte Student mit letzter Kraft  einen Bücherstapel als Kopfablage (=Bücherkissen) gebaut hat, auf dessen Höhe er nun ruht. Einzig positiver Nebeneffekt dieser Schlafform könnte der sein, dass sich das auf die Seiten des Buches gebannte Wissen, auf dem der Kopf, und in ihm das Gehirn, ruht, nun direkt mit dem Hirn verschaltet, ohne den verlustreichen Weg über das visuelle System zu nehmen.

 3. Die SLUB- Sofas

Die 3. Hauptform des SLUB- Schlafes findet außerhalb vom Lesesaal und abseits von Arbeitstischen auf den wunderbaren Sofas rund um den Lesesaal herum statt. Einfach hinlegen, Schuhe aus, Beine hoch und Augen zu. Als Alibi nimmt man noch ein Buch mit, damit wenigstens der Anschein gewahrt wird, dass es sich bei der SLUB um den Tempel der Weisheit und nicht um eine Chill-out-Lounge handelt. Problem bei dieser, wie auch schon bei den vorher beschrieben Schlafformen, ist ihr hoher Erkennungswert. Wer mit Langen Beinen, geschlossenen Augen und in völliger geistiger Abweenheit auf dem Sofa lümmelt, tut genau eine Sache: Schlafen!

Mir aber ist es jedoch  eine sehr unauffällige, und nur bei sehr genauer Betrachtung erkennbare, Form des Schlafes gelungen.

Der Greilingsche SLUB Schlaf. Wenn ich nun also von der Müdigkeit übermannt werde, setze ich mich nochmal aufrecht hin, ziehe mein Lehrbuch an die Kante und bringe beide Hände in eine Buchhalteposition. Der Kopf wird in einer ungefähren Leseposition, diese lässt sich besonders leicht finden, in dem man einfach ein paar Zeilen liest, und dabei die Augen schließt, einnimmt. In dieser Position gelingt es mir nun auszuharren und meinen Mittagsschlaf zu zelebrieren. Nur aus der Nähe lässt sich erkennen, dass ich nicht, wie vom Beobachter angenommen, lese sondern ganz frech schlafe. Genau in dieser Position bleibe ich dann ca eine halbe Stunde oder länger und beim Erwachen habe ich meinen Blick gleich wieder auf die richtige Seite gerichtet. Wichtig ist noch die Beinhaltung. Ich habe mehrere Möglichkeiten ausprobiert und die entspannteste ist die der langen Beine. Soll heißen, einfach die Beene lang unterm Tisch ausstrecken.

So, nun viel Spaß beim üben, und wenn ihrs drauf habt, werd ichs ja erkennen! ;-) 

16.1.07 19:54


die unendlichen weiten der SLUB

Heute in SLUB die Wahnsinns-Idee:

Ich sitz am westlichen Ende des Lesesaals. Die einzige Geräuschkulisse um mich herum entsteht durch das gleichmäßige Surren der Notebooks, dem Umblättern gelesener bzw geschriebener Seiten, dem Öffnen und Schließen von Flaschen und vereinzelten Hüsteln aus unterschiedlichen Reihen. In dieser Umgebung kann man, also vielmehr ich, auf dumme, absurde Ideen kommen, also quasi eine Art Manöver kreieren, die alle Lesesaal-Leser aus ihrer tiefen Konzentration reißt. Eine Art Attentat auf die Stille.

Mögliche Szenarien:

1. Aufstehen (also in nord-westlicher Ecke) und sehr, sehr laut anfangen zu schreien

2. Jemand unbekannten 3 Tische weiter direkt und voller Freude über das Wiedersehen ansprechen --> macht sicher bei Unbekannten mehr Spaß, deren Gesichter inkl. Namen man schon von diversen Internet- Studenten- Plattformen kennt

 3. Luftschlagen und Tröten pustend auf ein Geburtstagskind zulaufen und "happy birthday" singen... auch dabei kann das Internet hilfreich sein

Wie würde die SLUB- Regierung, das SLUB- Volk reagieren?

In Gedanken erfinde ich eine Geheime SLUB Security Organisation (=GSSO), deren Agenten aus den geheimen Drehtüren, welche sich hinter den leeren Lesesaalregalen stürzen um mich schreiend, kreischend, lachend aus dem Lesesaal zu eleminieren. Mit Händen und Füßen würde ich mich zur Wehr setzen, Klamotten würden zerreißen und ich bringe gekonnt, und der Situation geradezu gerecht, meinen Psycho-Blick ein, den ich, wo ich gerade davon spreche, vor Durchführung zu hause vor heimischen Spiegel noch etwas verfeinern sollte.

Da kommt noch ein 4. Szenario in meinen Kopf

Auf der Ballustrade zwischen Ebene -2 und -1 , also über den Köpfen der Lesesaal- Bewohner, könnte man rumrennen, will kreischend und dabei mit den Armen und Beinen gestikulierend, ein Wettlauf gegen mich selbst. Die Ballustrade sollte ich vielleicht aber doch offen halten als Fluchtmöglichkeit... um den Agenten des GSSO zu entwischen.

Aber wie würden die Lesesaal- Insassen reagieren? Mal angenommen sie könnten sich nicht auf die GOOS Agenten verlassen, also rein spekulativ jetzt. käm dann wohl ganz aufs ausgewählte Szenario an. Kurzer Aufschrei mit Psycholache würde die meisten nur kurz von ihren Büchern, Notebooks und Unter-Tisch- Fummeleien wegreißen, ein würde ein kurzes allgemeines Getuschel  folge, ungläubige Blicke würden ausgetauscht werden und nach ca 45 sec +/- 10 würden alle wieder die Scheuhklappen nachgezogen haben und sich den Studien witmen. Zum Thema Blicke tauschen und Blicke treffen fällt mir noch was kurzes ein. Vielleicht treffen sich just in dieser Ituation die Blicke von Zweier, sie gehen gemeinsam Kaffee trinken, er lädt sie zum Kaffee und sie ihn zum Kuchen ein, anschließend werden die Telefonnummern ausgetauscht und ne Woche später ein Partnertarif bei Vodafone eingerichtet. Kann doch sein. Und dann, meine Lieben, hatte meine geniale Aktion sogar noch einen Nutzen für die Menschheit. Wohlmöglich trifft dabei Physikgenie auf Kunstass und aus der Beziehung entspringt eine Frucht, auf dessen Schultern dann die Zukunft... und so weiter und so fort.

Zurück zum Thema. Was also würden die Lesesallianer tun um die Gefahr, die ja eindeutig von mir auszugehen scheint, tun?

Mal angenommen meine rein fiktive Geheimorganisation, genannt GSSO, würde nicht existieren. Würde es mutige Indianer- Jones- mäßige "Retter der Stille und Konzentration" geben? Würde sich ein Bund finden, der den Störenfried elemeniert? Würde man aus der Anonymität des Lesesaals ausbrechen und sich vereinigen um mir, dem Zerstörer der heiligen SLUB- Stille (die ja neuerdings sogar auf Palkaten innerhalb der SLUB gefordert wird) den Gar auszumachen?

Ich glaube nicht. Alle würden wohl im Kollektiv aufblicken, mürrisch drein schauen und evt ihre Kaffee- und/ oder Zigarettenpause vorverlegen. Ich wäre Gesprächsstoff der längstens bis zum E-meal- Automaten anhält und das wars dann.

Fortsetzung folgt

16.1.07 00:33





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